Wenn die tiefe Kluft zwischen Anspruch und Macht zu einer zentralen Frage der internationalen Politik im post-bipolarem Zeitalter geworden ist, dann stehen die Vereinten Nationen geradezu als Prototyp für dieses Dilemma. Wie soll die UNO konzeptionell ausgerichtet sein? Wie strukturell gestaltet und wie materiell ausgestattet? Ist sie Vehikel für die Gestaltung einer “neuen Weltordnung” oder “Feigenblatt” für unsere Ohnmacht bei der Lösung von Konflikten? Vielleicht bietet diese globale Institution nach 50 Jahren Engagements eine einmalige politische Erfahrung, auf der wir aufbauen könnten? WeltTrends präsentiert im Schwerpunkt dieses Heftes Aspekte dieser Diskussion, die heute auch in diesem Lande intensiv geführt wird. Fortgesetzt wird die Debatte über die Integrationsprozesse im pazifischen Raum mit Artikeln von Michael Haas und Toshiba Watanabe. Jadwiga Kiwerska analysiert die Politik der USA im südostasiatischen Raum nach dem Ende des Kalten Krieges und Eckart Klein beschäftigt sich aus völkerrechtlicher Sicht mit dem Kern europäischer Staatlichkeit, der Souveränität. Hinzu kommen, wie stets bei WeltTrends, Rezensionen, Neuerscheinungen und Konferenzberichte.

| ISSN: 0944-8101 ISBN:978-3-929666-87-8 192 S. - Preis: 5,00¤ |
| Downloads: | |
| Artikel | Internationale Apparate als politischer Akteur. Das Beispiel Vereinte Nationen. |